Hitze im öffentlichen Raum

Noch nie gab es so viele Tropentage mit über 30 Grad wie heuer. Kommt noch eine hohe Luftfeuchtigkeit hinzu, steigt auch der körperliche Stress für Menschen und Tiere bis hin zum Hitzeschlag oder – im Extremfall – zum Hitzetod. Den meisten von uns dürfte bekannt sein, was gegen körperliche Überhitzung zu tun ist. Doch wie sieht es bei der Überhitzung im öffentlichen Raum aus? Welche Rahmenbedingungen braucht es, um Gemeinden und Städte hitzefest zu machen?

Genau um diese Fragen kümmern wir uns im Rahmen unserer Klimawandelanpassungsstrategie seit geraumer Zeit gemeinsam mit Expert*innen aus den Bereichen Feuerwehr, Wassergenossenschaft, Alpenverein, Jägerschaft, Krankenpflegeverein, Politik, Landwirtschaft und Schule sowie dem Gemeindearzt, der Gemeindepolizei und der Offenen Jugendarbeit. Insbesondere in der Raumplanung müssen die Aspekte des Klimawandels schon jetzt mitgedacht werden: Dachbegrünung, ausreichend Freiräume und vermehrte Baumpflanzungen gelten als ausgleichende Maßnahmen für lange Hitzeperioden. Seit April 2021 ist die Regio Vorderland-Feldkirch zudem eine Klimawandelanpassungs-Modellregion (KLAR!) und somit beispielgebend für viele andere Regionen in Österreich.

Auch Sie können einen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel leisten: Bitte melden Sie die aus Ihrer Sicht größten Hitze-Hotspots sowie die am erholsamsten Oasen unter https://map.vcoe.at/hitze. Damit helfen Sie mit, die Maßnahmen möglichst zielgenau umzusetzen.

Obwohl die nächsten Tage angenehmere Temperaturen versprechen – die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Dafür möchte ich Ihnen bereits jetzt einige kühle Plätzchen in Rankweil und Umgebung ans Herz legen: Unter anderem die Frutz, die Triftanlage sowie das Erlebnisbad Frutzau in Sulz, der Waldspielplatz Ganta in Röthis, die Kleinen Ill in Meiningen/Feldkirch, der Wasserspielplatz am Schafplatz, die Kneippanlage im Loger oder die Üble Schlucht in Laterns.

Mag. Katharina Wöß-Krall
Bürgermeisterin

erstellt von Karin Böhler veröffentlicht 27.07.2022