Raumplanung Region Vorderland

Das regionale räumliche Entwicklungskonzept (regREK) stellt die Weichen für eine vorausschauende und nachhaltige Weiterentwicklung der Region Vorderland-Feldkirch.

2019 hat die Regio Vorderland-Feldkirch begonnen, ein regionales räumliches Entwicklungskonzept (regREK) zu entwickeln. In der Ende 2021 abgeschlossenen ersten Prozessphase wurde mithilfe von Fachanalysen und zahlreichen öffentlichen Beteiligungsformaten das sogenannte regREK-Zielbild festgelegt. Dabei handelt es sich um einen raumplanerischen Werte- und Zielkatalog zu acht Themenbereichen.

Zwischen September und Dezember 2021 haben die 13 Regio-Mitgliedsgemeinden dieses Zielbild mit einer außerordentlich großen Mehrheit beschlossen: In zwölf Gemeinden war der Beschluss einstimmig. Insgesamt stimmten 268 Gemeindevertreter*innen dafür, ein Gemeindevertreter dagegen. „Es handelt sich dabei um einen echten Meilenstein für unsere Region. Das regREK-Zielbild stellt eine wichtige Grundlage für die regionale Zusammenarbeit und die positive Entwicklung unseres schönen und vielfältigen Lebensraumes dar,“ betont Regio-Obfrau Bgm. Katharina Wöß-Krall. „Die breite Zustimmung von insgesamt über 99 Prozent bietet eine hervorragende Ausgangslage für die Umsetzung unserer Raumplanungsziele in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Ich möchte mich bei allen herzlich bedanken, die sich seitens der Bevölkerung und der Gemeindevertretungen in diesen Prozess eingebracht haben!“

Nächste Phase: Maßnahmenplanung und -umsetzung
Neben dem regREK-Zielbild haben die Gemeinden auch die neue Zielvereinbarung mit dem Land Vorarlberg für die Jahre 2022 bis 2024 verabschiedet. Darin ist festgelegt, dass ab 2022 die Priorisierung, Planung und Umsetzung konkreter Maßnahmenvorschläge aus dem regREK-Zielbild erfolgen soll. „Das regREK trägt aber bereits jetzt Früchte. Wir sind in einigen Bereichen schon mitten in der Maßnahmenumsetzung,“ erläutert Regio-Manager Christoph Kirchengast. So ist die Regio Vorderland-Feldkirch seit Frühling 2021 „Klimawandelanpassungs-Modellregion“ (kurz: KLAR) und im Oktober hat sich die Region als „Klima- und Energiemodellregion“ (kurz: KEM) beworben. Außerdem sind die Planungen und Beschlussfassungen für die Radschnellverbindung Vorderland-amKumma mittlerweile weit fortgeschritten. Weiters wird eine regionale Raumplanungsstelle geschaffen, die im Laufe von 2022 eingerichtet werden soll. „Diese Fortschritte sind auch Ergebnisse des regREK-Prozesses. Ausgehend vom Zielbild und den darin enthaltenen Maßnahmenvorschlägen ergibt sich eine Vielzahl möglicher weiterer Vorhaben. Die Reihung, Konzeption und schrittweise Umsetzung der Maßnahmen ist natürlich eine große Herausforderung, die wir gemeinsam bewältigen können, wenn sich alle Regio-Gemeinden aktiv einbringen.“

Das regREK auf einen Blick
Ein regREK (regionales räumliches Entwicklungskonzept) ist ein raumbezogenes Leitbild. Es wirkt als strategische Handlungsgrundlage für zehn bis 15 Jahre und bildet die Schnittstelle zwischen dem vorarlbergweiten Raumbild 2030 und den räumlichen Entwicklungsplänen (REP) der Gemeinden. Das regREK-Zielbild ist eine Art raumplanerischer Werte- und Zielkatalog, zu dem sich die beteiligten Gemeinden bekennen. Die räumlichen Entwicklungspläne der Gemeinden (REP) dürfen dem regREK-Zielbild nicht widersprechen. Das regREK-Zielbild gliedert sich in acht Themenbereiche und Leitsätze, 32 strategische Ziele und über 200 unverbindliche Maßnahmenvorschläge. Die acht Themenbereiche: Bauen & Wohnen, Arbeiten & Wirtschaften, Unterwegs sein, Klima & Energie, Bewahren & Schützen, Erleben & Genießen, Zusammen leben sowie Wachsen & Kooperieren. Die Ziele und angestrebten Entwicklungen sind in Form einer regREK-Karte (= räumliches Leitbild) visuell dargestellt. Im Zuge der verschiedenen Beteiligungsmöglichkeiten (Umfragen, Veranstaltungen, Workshops, Fokusgruppen, Interviews/Gespräche, Online-Beteiligungsplattform, Online-Konferenzen, öffentliche Online-Auflage) haben zahlreiche Regio-Einwohner*innen mehrere hundert Anregungen und Ideen eingebracht. Insgesamt stimmten 268 Gemeindevertreter*innen der 13 Regio-Gemeinden für das regREK-Zielbild. Ein Gemeindeverteter stimmte dagegen. Anfang 2022 startet die regREK-Phase 2: Maßnahmenpriorisierung, -planung und -umsetzung.

Weitere Informationen
regREK-Zielbild
regREK-Karte