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Entwicklung der Häusle-Villa

Viele Jahre war die Zukunft der denkmalgeschützten Häusle-Villa im Zentrum von Rankweil ungewiss. Das Bundesdenkmalamt hat lange Zeit mit dem damaligen Besitzer über eine dringend notwendige Bestandssicherung verhandelt. Nachdem mehrere Fristen verstrichen waren und im Herbst 2015 eine Finanzierungszusage des Bundesdenkmalamts vorlag, hatte die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch die Umsetzung per Bescheid angeordnet, um den Bestand des denkmalgeschützten Hauses zu sichern. 2019 wurde die Villa von der Marktgemeinde Rankweil erworben, kurz darauf fiel sie einem Brand zu Opfer. Seither wird intensiv diskutiert, welche öffentliche Nutzung denkbar ist.

Inzwischen wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt, laut welcher sich Lifte und Fluchtwege baulich gut umsetzen lassen. Auch der Anschluss an das Nahwärmenetz sowie der Einbau von ausreichend Sanitär- und Lüftungsanlagen sind machbar. Einzige Einschränkung: Die meisten Wände in der Häusle-Villa sind tragend. Daher ist eine Vergrößerung der Räume nur teilweise möglich.

400 Quadratmeter Nutzfläche
Insgesamt stehen in der Häusle-Villa rund 280 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung, mit der benachbarten Stickerei kommen nochmals 120 Quadratmeter dazu. Das bedeutet, dass eine Nutzung als Büros, als Veranstaltungsräume oder eine Mischung denkbar wären. In der Villa soll jedenfalls – unabhängig von der Nutzung – ein Raum als Elisabeth Wäger-Häusle-Raum benannt werden. Denn bei der Häusle-Villa handelt es sich um das Geburtshaus der österreichischen Schriftstellerin von Rang.

Gesamtes Ensemble entwickeln
Im Zuge der Machbarkeitsstudie wurde klar, dass auch der Park beim Sigmund-Nachbauer-Denkmal in die Überlegungen eingebunden werden sollte, um eine stimmige Gesamtwirkung zu erzielen. Zudem muss stets der Denkmalschutz mitgedacht werden: Veränderungen am bestehenden Gebäude müssen deutlich erkennbar sein, ohne dass die Wirkung des Gebäudeensembles verloren geht. Sämtliche Ansätze zur Nutzung der Villa sind außerdem an die übergeordnete Ortskernentwicklung gebunden, welche aufgrund der Corona-Einschränkungen etwas in Verzug ist. Eine Entscheidung über die Nutzung der Häusle Villa inklusive Park und Stickerei wird voraussichtlich im Jahr 2012 getroffen.