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Wenn das Wasser kommt

Was fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie an das Jahr 2005 zurückdenken? Vielleicht haben Sie einen schönen Urlaub verbracht, vielleicht haben Sie geheiratet, den Job gewechselt oder ein Kind bekommen. Vielleicht haben Sie aber auch ihr Hab und Gut an das verheerende Jahrhundert-Hochwasser verloren. Hunderte Vorarlberger mussten damals die bittere Erfahrung machen, innerhalb weniger Stunden das Haus oder das Auto zu verlieren.

Wem damals nur das Auto abhandenkam, hatte noch Glück. Denn von einer Nacht auf die andere standen viele Vorarlberger Familien vor dem Nichts. Das Jahrhunderthochwasser 2005 verwandelte kleine Gewässer in reißende Wildbäche, Muren kappten Straßen- und Schienenverbindungen, Häuser und Betriebsgebäude standen metertief unter Wasser und ganze Ortschaften waren über Stunden von der Außenwelt abgeschnitten. Die Naturkatastrophe forderte zwei Menschenleben.

Nach der Katastrophe von 2005 hat Vorarlberg seine Anstrengungen im Hochwasserschutz deutlich verstärkt. Von 2005 bis heute wurden über 300 Millionen Euro verbaut – ein Teil davon auch für den Hochwasserschutz Ratzbach, welcher damals das Betriebsgebiet an der Grenze zu Weiler überschwemmt hatte.

Die Behörde hatte festgestellt, dass in diesem Gebiet unter der Landesstraße L190 keine ausreichende Durchflusskapazität vorhanden ist. Als Konsequenz daraus wurde die L190 Brücke über den Ratzbach neu errichtet, ergänzt um eine natürliche Sohle mit Niederwasserrinne, geweitetem Bachbett und natürlich gestaltetem Ufer. Nun haben die Projektbeteiligten die Arbeiten beendet und vor wenigen Tagen als Symbol für das Bekenntnis zu Natur- und Umweltschutz mehrere heimische Bäume gepflanzt. Um die Instandhaltung des Ratzbachs kümmert sich der Wasserverband Frutzkonkurrenz mit den Mitgliedsgemeinden Rankweil, Meiningen, Koblach, Weiler, Klaus, Sulz, Röthis und Zwischenwasser.

Im Namen der Marktgemeinde Rankweil bedanke ich mich herzlich bei allen, die zum verbesserten Hochwasserschutz beim Ratzbach beigetragen haben. Ich hoffe, dass uns eine solche Katastrophe wie 2005 – nicht zuletzt aufgrund der getroffenen Vorkehrungen – künftig erspart bleiben wird.

Mag. Katharina Wöß-Krall
Bürgermeisterin

 

Kontakt

Karin Böhler
Gemeindemarketing
+43 5522 405 1104
karin.boehler@rankweil.at