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Vandalismus ist kein Kavaliersdelikt

Die Vandalen waren ein ostgermanischer Volksstamm mit Hang zu exzessiven Plünderungen. Wenn man in diesen Tagen durch Rankweil spaziert, könnte man meinen, dass dieses primitive Volk aus der Geschichte zurückgekehrt ist und wieder sein Unwesen treibt.

Sei es an Bushaltestellen, Lichtmasten, Bäumen, Zäunen, oder wie vor wenigen Tagen an der Natursteinmauer am Burgweg – allzu oft scheinen manche ihre Freude daran zu haben, öffentliches Gut zu zerstören und zu verwüsten. Auch wer ohne Vorsatz einen Schaden begeht, ihn nicht meldet und flüchtet, macht sich strafbar.

Vandalismus ist kein Kavaliersdelikt, es ist kein Dumme-Jungen-Streich. Vandalismus ist eine Straftat. Öffentliche Einrichtungen können dadurch nicht mehr verwendet werden und die Wiederherstellung beschädigter Gegenstände ist verbunden mit hohem Zeit- und Geldaufwand. Vandalismus ist höchst unfair gegenüber anderen.

Wie stark  Vandalismus  in Rankweil verbreitet ist,  zeigen die  Aufzeichnungen des Bauhofes. An rund 100 Stellen im Ort wurde vergangenes Jahr bewusst öffentliches Gut zerstört oder beschädigt. Rund 170 Arbeitsstunden musste die Gemeinde aufwenden – oder anders gesagt: Ein Mitarbeiter ist über einen Monat nur mit der Beseitigung von Verwüstungen beschäftigt. Über siebenundvierzigmal musste der Bauhof wegen Vandalismus ausrücken.

So sehr das Verhalten der Vandalen von heute dem ostgermanischen Volksstamm von damals gleicht, einen kleinen Unterschied gibt es doch: Damals konnten die Verwüster und Plünderer nicht lesen. Heute besteht zumindest die Hoffnung, dass diese Zeilen den einen oder anderen zum Nachdenken anregen.

Ing. Martin Summer
Bürgermeister

 

 

 

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