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Ortskernentwicklung

Im Zuge der Rankweiler Ortskernentwicklung kommen an dieser Stelle Bürger*innen zu Wort, welche am Prozess beteiligt sind. Dieses Mal spricht Gold- und Silberschmied Pascal Raich, der an der Ringstraße lebt und arbeitet.

Rankweil war und ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Vorderland. Das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel ist hervorragend ausgebaut und auch das Radwegnetz wird ständig erweitert und verbessert. Doch ein großes Sorgenkind bleibt der Verkehr an der vorderen Ringstraße.

Täglich fahren rund 17.000 Autos durch das Rankweiler Ortszentrum, eine Trendwende ist nicht in Sicht. Für Schüler*innen deren Schulweg an der Ringstraße entlangführt, ist es potenziell gefährlich. Und Radfahren ist mehr Abenteuer als Fortbewegung. Wie passend, dass es auf Höhe der Rankweiler Hypo-Filiale einen kleinen Wegweiser gibt, auf dem „Erlebnisradweg Ringstraße“ zu lesen ist.

Fehlentscheidungen in der Vergangenheit haben sicherlich dazu beigetragen, dass eine Verkehrsentlastung des Zentrums sprichwörtlich verbaut wurde. Dazu kommt, dass die Ringstraße einen hohen Nutzungsdruck hat und viele verschiede Facetten und Einzelinteressen vereinen muss: Einerseits ist sie für mich als Gewerbetreibender und für viele andere Geschäfte die maßgebliche Lebensader, andererseits fühle ich mich als Anrainer durch die hohe Lärm- und Schadstoffbelastung in meiner Lebensqualität stark eingeschränkt.

Ich bin jedoch sehr optimistisch, dass im Zuge des Ortskernentwicklungsprozesses wesentliche Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Für die Geschäfte, Anwohner und im Sinne aller Rankweiler*innen muss es eine qualitätsvolle und vor allem zukunftsorientierte Planung geben. Ich bin absolut überzeugt, dass eine Verbesserung in Richtung Aufenthaltsqualität und höherer Attraktivität des Zentrums zu bewerkstelligen ist. Nichts wäre für die Zukunft Rankweils und seiner Bevölkerung wünschenswerter, als ein dynamischer und lebendiger Ortskern.

Leider wird es zeitnah, aufgrund der Komplexität des Planungsprozesses, wohl hinsichtlich des Verkehrs eher keine baulichen Veränderungen geben. Was ich mir jedoch wünschen würde, wäre eine rasche Temporeduktion, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und vor allem um die Lärm- und Schadstoffbelastung für uns Anrainer zu reduzieren. Ich bin gespannt auf das Ergebnis des Prozesses und freue mich schon auf den Tag, an dem die ersten Bagger an der Ringstraße zu arbeiten beginnen.

Pascal Raich

Kontakt

Mag. Katharina Wöß-Krall
Am Marktplatz 1
6830 Rankweil
T +43 5522 405 1102
buergermeisterin@rankweil.at