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Ortskernentwicklung

Vom Donut zum Krapfen. Nein, damit ist nicht die Reihenfolge faschingsbedingter Völlerei gemeint.

Vielmehr spiegelt der Donut – im übertragenen Sinn – die Situation zahlreicher Ortskerne in kleinen und mittleren Gemeinde wider. Veraltete Infrastruktur und Architektur in Verbindung mit verändertem Käuferverhalten und dem demografischen Wandel machen viele Ortskerne unfreiwillig zu Donuts.

Auch an Rankweil geht die wirtschaftliche und soziale Entwicklung nicht spurlos vorbei. Auch wir müssen uns mit geänderten Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Dies tun wir derzeit, indem wir einen Ortskernentwicklungsprozess ins Rollen gebracht haben. Denn noch nie in der Geschichte Rankweils gab es so viele so große Projekte im Zentrum gleichzeitig: Die Umsetzung der Ringstraße als Begegnungszone ist in Vorbereitung. Zudem sind mehrere Bauvorhaben wie das Quartier Schleife oder das Quartier Bahnhof Nord, das Gasthaus Kreuz, eine zentrale Kinderbetreuung oder ein Wohnprojekt an der Ringstraße in der Konzeptphase bzw. in der Vorbereitungs- und Planungsphase. Sicher: Einige der anstehenden Projekte werden von privaten Investoren umgesetzt, welche wir als Gemeinde kaum beeinflussen können. Aber wir werden sicherlich das Gespräch mit den EigentümerInnen und Investoren suchen, um sie bei der Eingliederung ihrer Projekte ins Ortsbild zu beraten.

Projektpartner bei der Ortskernentwicklung sind Architekt Wolfgang Ritsch und Architektin Helena Weber sowie Lukas Wahlen von der Intosens AG in Zürich. Daran angegliedert ist eine Arbeitsgruppe mit VertreterInnen der Gemeindeverwaltung und allen politischen Fraktionen, den SchlüsseleigentümerInnen, einem rund 30-köpfigen BürgerInnenrat aus allen Altersstufen und sozialen Schichten sowie Fachexperten aus den Bereichen Infrastruktur, Straßenbau, Raum-, Landschafts- und Verkehrsplanung. Die Ortskernentwicklungsplanung wird im Rahmen von vier mehrstündigen Workshops erarbeitet und soll bis Mitte 2020 stehen.

Sie haben eine Idee, was es in Rankweil braucht, um auch noch für kommende Generationen attraktiv zu sein? Dann möchte ich Sie herzlich einladen, ihre Vorschläge über die Ideenkiste auf www.rankweil.at/ortsentwicklung bekannt zu geben. Die Marktgemeinde Rankweil ist immer noch ein appetitlicher Krapfen – setzen wir uns weiterhin gemeinsam dafür ein, dass sie nicht zum Donut wird.

Mag. Katharina Wöß-Krall
Bürgermeisterin