Ortsge(h)spräche

Die Corona-Zeit hat ihre Spuren hinterlassen: So wie viele andere Gemeinden auch, müssen wir anstehende Einzelprojekte neu überdenken, teilweise andere Prioritäten setzen und vernetzte Ansätze forcieren. Wir müssen Lösungen entwickeln, welche gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen über die nächsten Jahrzehnte hinweg berücksichtigen. Stichworte sind: Überalterung, Brain Drain – also Wegzug der gut ausgebildeten Jugend in Ballungszentren, oder fehlende Nachfolge in Einzelhandel und Gastronomie.

Und dennoch: Ich bin überzeugt, dass wir durch unsere Planung zur Entwicklung des Ortskerns sowie nun ganz aktuell auch die Entwicklung des Ortsteils Brederis eine tragfähige Grundlage für die kommenden Generationen geschaffen haben. Von den zehn priorisierten Maßnahmen werden als nächstes die Häusle-Villa und die Kinderbetreuung Markt ins Visier genommen. Bei der Ringstraße sind wir nach wie vor in Gesprächen mit dem Land und der Bezirkshauptmannschaft, um eine Tempo-30-Zone einzuführen. Wir tun alles, was in unserer Kompetenz als Gemeinde liegt. Aber da es sich um eine Landesstraße handelt, ist unser gesetzlicher Handlungsspielraum begrenzt. Wir werden jedenfalls auch hier weiter dranbleiben.

Mir ist bewusst, dass Sie, liebe Bürger*innen, ungeduldig auf das Auffahren von Baggern warten. Doch alle, die schon mal ein Haus gebaut haben, wissen: Die Zeit zwischen Planung und Umsetzung ist eine Phase, in welcher intensiv gearbeitet wird, nach außen aber noch keine Ergebnisse sichtbar sind. Daher bitte ich Sie noch um etwas Geduld und vor allem Vertrauen in alle Beteiligten.

Die gesamte Planung für den Ortskern ist öffentlich beim Pavillon zwischen dem Restaurant Marktplatz und dem Vinomnacenter nachzulesen. Von dort aus finden außerdem am Donnerstag, 4. und am Donnerstag, 25. November, jeweils um 17.00 Uhr, die letzten beiden von insgesamt vier Ge(h)spräche zu den Planungsräumen Marktplatz und Ringstraße Süd sowie Liebfrauenberg und hintere Ringstraße statt. Kommen Sie einfach ohne Anmeldung vorbei, stellen Sie Ihre Fragen und staunen Sie, aus wie viel verschiedenen Blickwinkeln sich ein Ortskern betrachten lässt.

Mag. Katharina Wöß-Krall
Bürgermeisterin

erstellt von Karin Böhler veröffentlicht 25.10.2021