Neuer Fahrplan im öffentlichen Verkehr

Im Jahr 1950 gab es in Vorarlberg noch rund 10.500 Kraftfahrzeuge, 2015 waren es bereits über 300.000. Ein deutliches Zeichen für die steigende Mobilität unserer Gesellschaft. Noch nie waren Autos so günstig, noch nie gab es einen so großen Anteil an Pendlern – alleine nach Rankweil kommen täglich rund 4.500 Personen für Schule und Beruf.

Würden all diese Menschen mit dem Privatauto fahren, wäre der Verkehrskollaps vorprogrammiert und die Lebensqualität in Rankweil würde deutlich sinken. Als Gemeinde ist es daher unsere Aufgabe, den öffentlichen Verkehr zu fördern und Menschen auf die Vorteile aufmerksam zu machen.

Abgesehen von finanziellen Ersparnissen, bieten Bus und Bahn die Möglichkeit, sich dem Lieblingsbuch zu widmen, ein kurzes Nickerchen zu halten, Mails zu beantworten oder interessante Gespräche mit anderen Fahrgästen zu führen.

Doch auch der öffentliche Verkehr ist eine Ressource, die nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Wird eine Buslinie wie beispielsweise die Linie 61 von mehr Berufspendlern als SchülerInnen genutzt, ist klar, dass die Fahrzeiten an ÖBB- statt an Stundenpläne angepasst werden. Zumal die meisten SchülerInnen in Rankweil den Schulweg zu Fuß bewältigen können. Auch mit Maßnahmen wie etwa die Einführung von Parkgebühren bei der HTL und HLW versuchen wir die BürgerInnen dazu zu bewegen, das öffentliche Verkehrsnetz in Rankweil zu nutzen.

Probieren Sie es doch einfach mal aus: Ab Sonntag, 11. Dezember, gilt der neue Fahrplan, welcher auf vielen Buslinien im Vorderland mit Abfahrtszeiten im 15-Minuten-Takt punktet. Jeder Haushalt in Rankweil hat den aktuellen Fahrplan mit der Dezember-Ausgabe des extRankweil erhalten. Sollten Sie wider Erwarten leer ausgegangen sein, wenden Sie sich bitte an den Bürgerservice Rankweil unter T 05522 405 oder informieren Sie sich auf vmobil.at/landbus-or über den aktuellen Fahrplan.

Ing. Martin Summer, Bürgermeister

 

erstellt von Karin Böhler zuletzt geändert 18.03.2021