Naschgarten Liebfrauenberg

Es hat viele Gründe, warum Rankweil als Ort mitten im Garten Vorarlbergs bekannt ist. Bei uns kann man natürliche Streuobstwiesen und naturnahe Straßenbegrünung bewundern, saftiges Obst von den Bäumen naschen, im Wasserspielgarten beim Kindergarten Markt im kühlen Nass plantschen oder wertvolle Kräuter am Straßenrand im Vorbeigehen sammeln.

Eine wahre Schatzkammer an Heil- und Esspflanzen ist der Liebfrauenberg: Derzeit wachsen dort etwa 40 bis 50 verschiedene Kräutersorten – das ist etwa ein Zehntel aller in Österreich vorkommenden Kräuter. Beispielsweise gedeiht Frauenhaar in den Ritzen der Natursteinmauern, im Linders Garten findet man Giersch und Labkraut, im Frühling auch Scharbockskraut unter den Apfelbäumen. Im St. Michaels-Garten verströmt Thymian seinen Duft, Spitzwegerich und Dost lassen sich dort ebenfalls pflücken. Und bei der Mauer des Pfarrheims finden sich Gänseblümchen, Gundelrebe und Gänsefingerkraut. Ebenfalls nach Herzenslust geerntet werden darf im Pfarrers Garten, etwas unterhalb des Basilika-Vorplatzes.

Für alle Kräuterfans findet am Samstag, 13. August, ab 15.00 Uhr, auf dem Kirchplatz der Basilika ein Kräuterbuschen-Binden des Obst- und Gartenbauvereins statt. Bitte einfach die gewünschten Kräuter mitbringen – eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Am Montag, 15. August, folgt dann die Kräutersegnung in der St.-Peters-Kirche (8.00 Uhr), in der Basilika (9.00 und 11.00 Uhr) und in der St.-Josefs-Kirche (10.00 Uhr). Ebenfalls am Montag, 15. August, ab 10.00 Uhr, veranstaltet der Verein Mesnerstüble auf dem Vorplatz der Basilika einen Mitbring-Brunch zur Kräuterweihe. Mehr Informationen dazu gibt es unter https://mesnerstueble.at/.

Und für Vitaminhungrige hat der Liebfrauenberg noch einen ganz besonderen Geheimtipp parat: Im Linders Garten (Klostergässele/Thomas-Lehrer-Weg) wurden alte und wertvolle Apfelsorten wie der „Berner Rosenapfel“ der „McIntosh“ oder der „Geheimrat Dr. Oldenburg“ kultiviert und erhalten. Der Garten ist öffentlich zugänglich und mit bequemen Sitzmöbeln ausgestattet. Einfach darauf niederlassen, dem Summen der Insekten lauschen und in aller Ruhe die runden Köstlichkeiten genießen.

Viel Freude beim Entdecken der kulinarischen Schätze am Liebfrauenberg wünscht Ihnen

Mag. Katharina Wöß-Krall
Bürgermeisterin

 

erstellt von Karin Böhler veröffentlicht 09.08.2022, zuletzt geändert 13.09.2022