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Nah an der Natur

Seit einigen Wochen hat die landwirtschaftliche Nahversorgung im Bewusstsein vieler Konsumenten an Stellenwert gewonnen. Immer mehr Menschen besinnen sich auf regionale Herkunft, unabhängig von wirtschaftlicher Großproduktion und Industrie. Denn gerade in Krisenzeiten ist es die Landwirtschaft, welche die Bevölkerung großflächig mit Nahrungsmitteln versorgen kann. Dass dies vor gar nicht allzu langer Zeit noch notwendig war, zeigt die Geschichte des Gutshofs Maldina.

1937 ging der Gutshof in Brederis mit 36 Stück Vieh und 45 Hektar bewirtschafteter Fläche in Betrieb. Die Marktgemeinde hatte ihn damals gegründet, um in Not geratene Bürger zu beschäftigen und zu ernähren. Denn bis Mitte des 20. Jahrhunderts war es hauptsächlich die Aufgabe der Gemeinde, Bürgerinnen bei Krankheit und Armut zu helfen. Heute beträgt die gesamte bewirtschaftete Fläche des Gutshofs rund 55 Hektar, davon sind 32 Hektar in Gemeindebesitz. 

Wer den Hof betritt, bemerkt sofort mit wie viel Fleiß und Mühe die Pächterfamilie Maissen den Hof seit nunmehr knapp 30 Jahren (!) bewirtschaftet. Alles wirkt aufgeräumt und gepflegt. Der Stolz der Familie ist unter anderem das kleine Gartenhaus mit Selbstbedienungsautomat, bei dem man Rohmilch, Eier, Käse, Süßmost oder Fleisch- und Wurstwaren direkt vom Produzenten kaufen kann.

Die Familie Maissen ist eine von rund 35 Familien in Rankweil, die Landwirtschaft betreiben. Würden sich alle Landwirte in Rankweil zusammentun, könnten sie mit ihren Erzeugnissen die Nahversorgung der Rankweiler Bevölkerung gut eine Zeitlang sichern.

Apropos Nahversorgung: Wer dabei nur an Nahrungsmittel denkt, dem möchte ich eine ganz andere Art der Nahversorgung ans Herz legen. Machen Sie doch mal mit dem Rad oder zu Fuß einen Ausflug zum Gutshof. Auf dem Weg dorthin werden Sie an zahlreichen naturnahen, blühenden Flächen vorbeikommen, welche mit viel Einsatz von den Rankweiler Bauhofmitarbeiter angelegt und gepflegt werden. Inhalieren Sie diese Farbenpracht mit allen Sinnen, füllen Sie Ihre Energiereserven auf und nutzen Sie auch diese innere Art der Nahversorgung.

Mag. Katharina Wöß-Krall
Bürgermeisterin

Kontakt

Karin Böhler
Marketing & Kommunikation
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