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Rankweil sagt Danke

Nach 17 Jahren als engagierte Leiterin des "Rankler Hock" sucht Helene Speckle nach einer Nachfolge.
Vor über 26 Jahren gründete Thilde Matt den „Rankler Hock“ als Treffpunkt für ältere Menschen. Nach ihrem überraschenden Tod im Jahr 2002 übernahm Helene Speckle die Organisation für die wöchentlichen Treffen der SeniorInnen und engagierte sich mit Herzblut für dieses Ehrenamt. Nun ist es für sie an der Zeit, Abschied vom „Rankler Hock“ zu nehmen. Aus diesem Anlass traf die "extrankweil"-Redaktion sie zum Gespräch.

Frau Speckle, wie kam es, dass Sie Leiterin des „Rankler Hock“ wurden?
"Kurz vor dem Tod von Thilde Matt bin ich zum ehrenamtlichen Team des „Rankler Hock“ dazugestoßen. Ich kannte die teilnehmenden SeniorInnen gut und wusste, wie wichtig ihnen dieser gemeinsame Nachmittag ist. Das war für mich ein Grund, die Leitung zu übernehmen – und auch, weil Thilde in mir ihre Nachfolgerin sah."

Wie haben Sie Ihre neue Aufgabe anfangs erlebt?
Nun, gleich zu Beginn stand das 10-Jahres-Jubiläum des „Rankler Hock“ vor der Türe. Da habe ich gleich mein Organisationstalent beweisen können. Zum Glück hatte ich schon ehrenamtliche Tätigkeiten in anderen Vereinen und deshalb bereits etwas Erfahrung mit solchen Dingen.

Wie kann man sich die wöchentlichen Treffen vorstellen, was wird da gemacht?
Die Treffen finden jeden Dienstag von 14.00 bis 17.00 Uhr im Katholischen Jugendheim in der Kreuzlinger Straße 4 statt. Anmeldung ist keine nötig. Bei Kaffee, Kuchen oder einer kleinen Jause wird dann geplaudert, gejasst, Rommé oder „Mensch ärgere dich nicht“ gespielt. Oder es wird gehäkelt und gestrickt. Unser Stammpublikum sind SeniorInnen im Alter zwischen 60 und 96. Vielen ist das wöchentliche Zusammenkommen sehr wichtig, oft werden auch extra dafür Termine verschoben.

Nach 17 Jahren haben Sie sich entschieden, dieses Ehrenamt zurückzulegen. Was waren die Gründe dafür?
Der Abschied fällt mir alles andere als leicht. Nach 17 Jahren steht für mich der Entschluss aber fest, obwohl viel Wehmut dabei ist. In nächster Zeit stehen für mich unter anderem die Familie und Gesundheit im Fokus. Und ganz sicher werde ich das ein oder andere Mal auch als Besucherin zum „Rankler Hock“ kommen.

Was nehmen Sie von Ihrer langjährigen Tätigkeit mit? Was hat Ihnen besonders gefallen?
Von den älteren Menschen bekommt man sehr viel Dankbarkeit zurück. Die Freude dieser Generation ist für mich der größte Dank. Auch für mich waren die Nachmittage immer etwas Besonderes. Oft habe ich mitgejasst und einen schönen Nachmittag mit ihnen verbracht. In sehr guter Erinnerung sind mir die vielen runden Geburtstage, Erntedank, Weihnachten mit der Gruppe MUHAGIT und Muttertagsfeiern.
Noch wird nach einer Nachfolge für Sie gesucht. Wie würden Sie die Tätigkeit als „Rankler Hock“-Organisatorin beschreiben?
Es ist eine gute Grundstruktur gegeben. Außerdem gibt es tolle Unterstützung durch die ehrenamtlichen HelferInnen. Neben der Organisation von Tischdekoration, Jause, Kuchen, Getränken usw. kann man sich in dieser Funktion auch kreativ austoben. Das Trinkgeld habe ich beispielsweise immer für Geschenke zu besonderen Anlässen genutzt. Oder ich habe jährlich einen Ausflug für das HelferInnen-Team organisiert. Man kann seine Ideen definitiv einbringen und erhält dafür auch große Wertschätzung.

Vielen Dank für das Gespräch und Alles Gute für die Zukunft!