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Rankweil in alten Bildern - Gemeinderatswahlen 1950

Teil 59 - Am 23. April 1950 wurden in Vorarlberg erstmals seit 1929 wieder freie und demokratische Gemeinderatswahlen abgehalten.

In Rankweil erreichte die Österreichische Volkspartei unter dem 1945 zum kommissarischen Bürgermeister bestellten August Fröhlich mit zwölf Mandaten die Hälfte der zu vergebenden Sitze in der Gemeindevertretung. Die Sozialistische Partei gewann sieben, die neu zugelassene Wahlpartei der Unabhängigen fünf Mandate. Der ebenfalls kandidierende Linksblock blieb ohne Mandat. Mit den Stimmen der ÖVP und SPÖ wurde Fröhlich in der konstituierenden Sitzung vom 13. Mai 1950 erneut zum Bürgermeister gewählt. 

Eine der wichtigsten Entwicklung dieser Zeit war sicherlich der sich abzeichnende Wandel Rankweils von einer Marktgemeinde mit ländlichem Charakter zu einer Industriegemeinde mit einer stark wachsenden Bevölkerung. Arbeits- und Wohnraumschaffung, Bau von Schulen und Kindergärten, Neuorientierung der Landwirtschaft, Ausbau der Verkehrswege und nicht zuletzt die Förderung von Kultur und des wieder aufkeimenden Vereinslebens zählten neben der Unterstützung des Aufschwungs von Industrie, Handel, Gewerbe und Fremdenverkehr wohl zu den wichtigsten Agenden, mit denen sich die neu gewählte Gemeindepolitik zu befassen hatte.