inegüxla beim Steinbruch Keckeis

Veröffentlichungsdatum27.04.2026Lesedauer2 MinutenKategorienMarktgemeinde - Neuigkeiten
Eine Gruppe von Menschen, die den Steinbruch besichtigen

Als am 24. April um 17.00 Uhr das Signalhorn beim Steinbruch Keckeis ertönte, war dies nicht der Alarm für eine Sprengung, sondern der Startschuss für das inegüxla mit rund 80 Interessierten im Fritztobel in Rankweil.


Gemeinderätin für Wirtschaft und Finanzen Simone Sturn begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und Geschäftsführerin Carmen Keckeis, die das Unternehmen in vierter Generation führt, freute sich über das große Interesse. Bevor es zur Besichtigung ging, berichtete Gemeindearchivarin Stefanie Kollmann-Obwegeser über die mehr als 100-jährige Geschichte des Familienunternehmens Keckeis, das seit rund 90 Jahren eng mit Rankweil verbunden ist. Besonders eindrucksvoll waren die historischen Aufnahmen des alten Steinbruchs Letze, wo sich heute das Betriebsgebäude der Agrar befindet. Bis 1982 wurde dort abgebaut, seit 1975 fördert die Firma Keckeis im Fritztobel.

Anschließend führte Bergbauleiter Roland Strauß durch das Gelände. Von einer Anhöhe aus konnten die Gäste die verschiedenen Bereiche des Steinbruchs überblicken: die hohen Felswände mit den senkrechten Bohrlöchern für den Sprengstoff, das Bohrgerät, die übergroßen Bagger und Lader sowie den Steinbrecher. Am südlichen Ende des Steinbruchs waren zudem die Arbeiten zur Rekultivierung und Aufforstung gut zu erkennen. Die Besucher:innen konnten die große Steinbrechanlage mit Förderbändern, Sortierwerk und Entstaubungssilo begehen und einen Blick in die einzelnen Fachwerke werfen. Jährlich werden hier mit rund 21 Tonnen Sprengstoff zirka 100.000 Kubikmeter Kalkstein gefördert, verarbeitet und sortiert.

Nach einem gelungenen inegüxla lud die Firma Keckeis zu einem kleinen Umtrunk für Groß und Klein ein. Kinder konnten Werkzeuge und Helme ausprobieren, Fragen rund um den Steinabbau wurden beantwortet, und die Belegschaft, die derzeit auf der Suche nach Verstärkung ist, freute sich, Einblicke in ihre tägliche Arbeit geben zu können.


inegüxla bei der Baustelle des Landesschlachthofs in Brederis

Beim nächsten inegüxla am 29. Mai wird die Baustelle des Landesschlachthofs beim Gstach in Brederis besichtigt. Treffpunkt ist um 17.00 Uhr im Großfeld 11 in Brederis. Das inegüxla ist wie immer kostenlos und ohne Anmeldung möglich.