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„Ein gigantisches Erlebnis“

2007 war die Gymnaestrada zum ersten Mal zu Gast in Vorarlberg. Wie es dazu kam, dass Rankweil zum Nationendorf wurde, erzählt Dr. Rainer Wöß im folgenden Interview. Der damalige Obmann der Turnerschaft war maßgeblich in die Organisation der Großveranstaltung eingebunden. „Ein gigantisches Erlebnis“ war für ihn auch die Teilnahme an der Eröffnungszeremonie der Gymnaestrada in Dornbirn.

Marktgemeinde Rankweil: Wie kam es dazu, dass Rankweil im Jahr 2007 Teil der Gymnaestrada wurde?
Reingard Wöß: Den Stein ins Rollen gebracht hat meine Frau Reingard, die damals Kunstturn-Fachwartin war. Sie hat erfahren, dass die Gymnaestrada nach Vorarlberg kommt. Rankweil war aber nicht für eine Außenbühne vorgesehen. Mit ihrer Enttäuschung darüber hielt sie nicht hinterm Berg und tatsächlich entschied sich das OK-Team der Gymnaestrada dann doch, Rankweil mit ins Boot zu holen.

Als Obmann der Turnerschaft Rankweil war mir klar, hier gibt es einiges zu organisieren. Ich bin dann zum damaligen Bürgermeister Hans Kohler gegangen und habe gesagt, Rankweil wird über Nacht zehn Prozent mehr EinwohnerInnen bekommen. Er war gleich Feuer und Flamme.  Mit den Gemeindemitarbeitern Armin Wille und Norbert Preg sowie der Wirtegemeinschaft haben wir ein dann ein starkes Organisationsteam für die Gymnaestrada 2007 zusammengestellt.

Marktgemeinde Rankweil: Welche Erinnerungen waren besonders prägend?
Reingard Wöß: Mich hat überrascht, wie sehr die Vorarlberger aus sich herausgehen können und wie sehr sie mitgerissen wurden von der fröhlichen und ausgelassenen Stimmung bei der Gymnaestrada. Beeindruckend war für mich auch zu sehen, wie friedvoll alles über die Bühne ging – ohne gröbere Zwischenfälle oder dergleichen. Eingeprägt hat sich bei mir aber auch die Teilnahme der Turnerschaft bei der großen Gymnaestrada-Eröffnung in Dornbirn. Ein Auftritt vor 30.000 Menschen – ein gigantisches Erlebnis, ebenso wie der Einmarsch aller teilnehmenden Nationen.

Marktgemeinde Rankweil: Welche Aufgaben hatten Sie während der Gymnaestrada?
Reingard Wöß: Die Turnerschaft war unter anderem für das Frühstück der 600 Belgierinnen und Belgier im Vinomnasaal zuständig. Auch ansonsten stand für mich das Wohl der Gäste im Fokus: Mein Handy war ständig an und ich bin die Schulen abgefahren, in denen die TurnerInnen untergebracht waren, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. 

Marktgemeinde Rankweil: Was bedeutet es für Sie, dass die Gymnaestrada ein zweites Mal zu Gast in Rankweil ist? Auf was freuen Sie sich besonders?
Reingard Wöß: Heuer genieße ich es, einfach Zuschauer dabei sein zu können – dennoch bin ich am Rande auch noch in die Vorbereitungen involviert. Einiges bekomme ich auch über meine Tochter Angelika mit, die diesmal Mitglied im Rankweiler OK-Team der Gymnaestrada ist. Ich freue mich auf jeden Fall auf die vielen Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen und die freudige und friedliche Stimmung, die während der Gymnaestrada herrscht. Mit dem offenen Bühnenschirm über dem Marktplatz und den Ständen der Rankweiler Wirte kommt gleich so etwas wie Urlaubsstimmung  auf. Ich hoffe und denke, dass auch heuer der Gymnaestrada-„Virus“ wieder überspringen wird und freue mich schon darauf!