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Rankweil in alten Bildern: Gasthaus zum grünen Baum

Teil 60 - Der „Grüne Baum“ ("da Fulterer") im Oberdorf zählte zu den altehrwürdigen Häusern in Rankweils reicher Gasthausgeschichte.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Schneeberg soll auch er in seinen frühen Jahren vorwiegend von den „Berglern“ besucht worden sein, ehe sich diese auf ihren mühsamen Aufstieg heimwärts machten. Aber auch die Nähe zur „Fabrik“ dürfte für zahlreiche Kundschaft gesorgt haben.

Seinen zweiten Namen, „da Fulterer, erhielt die Gastwirtschaft nach dem Erwerb durch den aus Bozen stammenden Anton Ignaz Fulterer (1843-1916) im Jahre 1875. Anton Fulterer war Maschinenschlosser in der Baumwollspinnerei Rosenthal, ehe er sich dem Gastgewerbe zuwandte und 1879 den Gewerbeschein für die Ausübung der Bierbrauerei erhielt. 80 Jahre lang wurde im Oberdorf Bier erzeugt.

Bankgeschichte
Am Stammtisch wurde gelacht, getrunken, diskutiert und – aus Unzufriedenheit über die damaligen Investitionsmöglichkeiten – über die Gründung eines Sparvereins nachgedacht. Anton Fulterer gehörte 1888 zum Gründungskomitee der „Spar- und Vorschußkassa“, der Vorläuferin der heutigen Volksbank Vorarlberg. Der „Bankbetrieb“ fand anfangs im Gasthaus statt, was der Bank den Spitznamen „Fulterer-Kassa“ einbrachte.