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Rankweil in alten Bildern: Faschingszeitungen

Das älteste bekannte Exemplar einer Faschingszeitung aus Rankweil stammt aus dem Jahre 1892. Die „Stimmen aus dem Narrenthurm“ bezeichneten sich als „närrisches Organ für närrische Narren, herausgegeben für Narren und narrisch billig“.

Seit wann und wie oft diese Faschingszeitung herausgegeben wurde, ist nicht bekannt. Wohl noch im 19. Jahrhundert änderte sie ihren Namen auf „Rankweiler Brennessl“ und bezeichnete sich als erste Rankweiler Sängerzeitung. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges dürfte dieses Blatt  eingestellt worden sein.

Ab 1926 erschien abermals jährlich am „Sonntag aller Narren“ ein „unpolitisches Witzblatt der Gemeinden Krankweil (Rankweil), Räbenschwanzhausen (Übersaxen), Gifös (Göfis) und der angrenzenden Königreiche“, das ebenfalls den Namen „Brennessel“ trug. 

Wechselnde Untertitel
Der Untertitel der Zeitung änderte sich praktisch jährlich. Dies mag an der anfangs verantwortlichen, dann aber bald „unverantwortlichen Redaktion“ gelegen haben, die zuerst in „Krankweil“ ihren Sitz hatte und 1930 offenbar nicht mehr existierte, „da sie aufgehängt und verbrannt wurde“. Das hinderte den „Preßverein Fasching“ jedoch nicht, die Zeitung zumindest bis 1935 weiter herauszugeben.

Erweiterter Themenkreis
Während sich die ersten Ausgaben dieser Zeitung ausschließlich mit Geschehnissen in Rankweil und den umliegenden „Königreichen“ befassten, wurden in den 1930er Jahren auch nationale und internationale Themen humoristisch aufgearbeitet. Dass sich gleich mehrere Nummern der Brennessel im Gemeindearchiv befinden, ist der großzügigen Schenkung von Frau Marianne Blocher zu verdanken.