Blackout - Das Wichtigste auf einen Blick

Unter einem Blackout versteht man eine lange, über große Gebiete verteilte Störung der Stromversorgung, bei der das Übertragunsnetz zusammenbricht.

Das heißt, es sind nicht nur die letzten Meter vom Transformator zum eigenen Haus betroffen, sondern auch Hochspannungsleitungen und weitere Netzinfrastruktur. Ein solches Szenario passiert ohne Vorwarnung und kann weitereichende Folgen haben. Umso wichtiger ist es, sich auf einen möglichen Blackout vorzubereiten. Der Rankweiler Krisenstab hat sich bereits lange vor der Energiekrise mit den Folgen eines Blackouts auseinandergesetzt. Hier die wichtigsten Informationen, die man im Ernstfall wissen sollte.

Notrufmeldestellen

Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Vorarlberg sowie die Polizeileitstelle bleiben im Falle eines Blackouts im Betrieb, können jedoch bei Ausfall der Festnetz- und Mobiltelefonie nicht mehr erreicht werden. Notrufe können dann bei den Notruf-Meldestellen in Rankweil (siehe Grafik) abgegeben werden.

Betreuungsstellen

Alle Bürger*innen können sich im Falle eines Blackouts in Betreuungsstellen (siehe Grafik) über die Lage und über Verhaltensregeln informieren. Bürger*innen, die von besonderen Notfällen betroffen sind, erhalten dort Hilfe und Notversorgung.

Trinkwasser


Da das Trinkwasser im Netz der Wassergenossenschaft Rankweil nicht gepumpt werden muss, kann die Wasserversorgung mittels Notstrom auch bei einem längeren Netzausfall aufrecht erhalten werden. In der Hochzone – das sind alle Objekte oberhalb der Montfortstraße – wird der Wasserdruck im Falle eines Blackouts reduziert, dies wird allerdings nur in den höchstgelegenen Objekten in der Alemannenstraße und Übersaxner Straße spürbar sein. Objekte in Brederis, welche ihr Trinkwasser über einen eigenen Grundwasserbrunnen fördern, haben selbst vorzusorgen.

Abwasser


Die Abwasserentsorgung in Rankweil erfolgt über die Kanalisierung, welche dank einem Gefälle grundsätzlich von Strom unabhängig ist. Dies ermöglicht auch im Falle eines Blackouts eine geregelte Abwasserentsorgung. Ausnahmen sind die Pumpwerke Bifang, Martinsfeld und St.-Anna-Weg: Bei diesen Pumpwerken gibt es ein begrenztes Speichervolumen im Falle eines Blackouts. Notfalls können die Pumpstationen durch Saugfahrzeuge ausgepumpt oder die Pumpen durch eine Notstromversorgung in Betrieb gehalten werden. Objekte, welche private Hebewasseranlagen betreiben, haben selbst vorzusorgen.

Kommunikation


Telefon- und Internetverbindungen benötigen Strom, um zu funktionieren. Kurze Stromausfälle werden in Funkmasten mit Batterien überbrückt. Fehlt der Strom über längere Zeit, funktionieren auch diese nicht mehr. Bitte vereinbaren Sie daher mit nahestehenden Personen und Haushaltsmitgliedern im Vorfeld einen Treffpunkt im Fall eines Blackouts.

Verkehr


Prinzipiell können bei einem Blackout die Straßen weiter benutzt werden. Elektrische Anlagen wie Ampeln und Bahnschranken fallen jedoch aus.

Fernwärme


Bis auf wenige Ausnahmen sind die Vorarlberger Heizwerke ohne Netzstrom nicht funktionsfähig. Zur Nutzung der Fernwärme in Gebäuden muss auch die Stromversorgung für die im eigenen Haus installierten Pumpen gewährleistet sein.

Tankstellen


Bei einem Blackout ist die Treibstoffversorgung nicht mehr gewährleistet.

Radio


Der ORF verfügt über eine Notstromversorgung, über welche aktuelle Informationen mit einem batteriebetriebenen Radio oder einem Kurbelradio empfangen werden können.

Nachbarschaftshilfe


Bitte kümmern Sie sich im Ernstfall um Ihre Nachbarn und bieten Sie Hilfe an.

Weitere Informationen


Im Jänner 2023 versendet das Land Vorarlberg einen Informationsfolder mit Checklisten zur privaten Vorsorge per Post an alle Haushalte. Diese Informationen gibt es ab diesem Zeitpunkt ebenfalls unter rankweil.at/blackout.

erstellt von Karin Böhler veröffentlicht 04.02.2021, zuletzt geändert 25.11.2022