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Rechnungsjahr 2020 abgeschlossen

Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall hat den mit allen Fraktionen diskutierten Rechnungsabschluss 2020 am Dienstag, 6. Juli, der Gemeindevertretung vorgelegt, welche ihn einstimmig beschlossen hat. Investiert wurden über 8,44 Mio. Euro – und zwar vorwiegend in Bildung und Infrastruktur.

Bei der Kommunalsteuer und den Ertragsanteilen – das ist Geld, welches Rankweil vom Bund erhält – gab es aufgrund der Corona-Pandemie erhebliche Einbußen. Beide Einnahmenquellen sanken gegenüber dem Voranschlag um 1,6 Mio. Euro – das entspricht einem Minus von 6,01 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dem gegenüber stehen hohe Fixkosten, welche wenig Spielraum für Einsparungen zuließen: „Die grundlegenden Aufgaben einer Gemeinde müssen funktionieren. Da lässt sich nicht viel kürzen“, erklärt Wöß-Krall und betont: „Trotz der schwierigen Finanzsituation haben wir insgesamt positiv mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abgeschlossen. Wir haben vernünftig gehaushaltet, fast alle geplanten Projekte umgesetzt und somit auch die Wirtschaft unterstützt.“ Im Gegenzug sei die vergleichsweise stabile Situation vor allem der gesunden Wirtschaft in der Gemeinde und dem vorausschauenden Handeln der vergangenen Jahre zu verdanken. Zu den gesunkenen Einnahmen durch die Kommunalsteuer musste man laut Bürgermeisterin Wöß-Krall auch Ausfälle bei der Gästetaxe, der Kinderbetreuung oder Vermietung von Räumlichkeiten hinnehmen.

Ausgaben und Investitionen
Die Transferzahlungen – Aufwendungen unter anderem für den Spitals- und Sozialfonds, auf welche die Gemeinde keinen direkten Einfluss hat – steigen im Vergleich zu 2019 um 0,44 Mio. Euro. Die 2020 durchgeführten Investitionen von rund 8,44 Mio. Euro wurden aus Eigenmitteln, Fördermitteln des Landes bzw. Bundes in Höhe von rund 2,25 Mio. Euro sowie durch die Aufnahme von Fremdmitteln in Höhe von 3,40 Mio. Euro finanziert. Knapp 4,56 Mio. Euro flossen in Schulen und Kinderbetreuung, 1,08 Mio. in den Straßenbau und weitere rund 2,47 Mio. in die Sanierung der Kanalisation, den Erwerb von Immobilien oder in die Gebäudesanierungen.

Investitionsförderung des Bundes
Etwas Erleichterung brachte im Corona-Jahr 2020 die Investitionsförderung des Bundes von einer Milliarde Euro für Städte und Gemeinden. Davon entfielen auf Vorarlberg rund 43,5 Millionen Euro, davon wiederum hat Rankweil einen Betrag von rund 1,3 Millionen Euro erhalten – berechnet anhand eines Mischschlüssels aus Einwohnerzahl und abgestuftem Bevölkerungsschlüssel.

Schuldenstand
Der Gesamt-Schuldenstand der Marktgemeinde liegt bei rund 12,87 Mio. Euro – neue Schulden wurden vor allem für Investitionen in die Volksschule Brederis mit der angeschlossenen Kleinkind- und Schülerbetreuung sowie den Erwerb von Grundstücken gemacht. Dies ergibt eine aktuelle Pro-Kopf-Verschuldung von rund 1.087 Euro bei knapp 12.000 Einwohnern.

Weitere Informationen zu den Finanzen der Marktgemeinde Rankweil gibt es unter https://www.offenerhaushalt.at/gemeinde/rankweil.