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Ortskernentwicklung auf der Zielgeraden

Seit über einem Jahr arbeiten engagierte Rankweiler*innen und verschiedene Interessengruppen gemeinsam an einer tragfähigen Zukunft für den Rankweiler Ortskern. Unter dem Motto „Für Rankweil gemacht“ wurden in jeder Phase des Prozesses alle Schritte mit den Beteiligten – unter anderem auch allen Rankweiler Fraktionen – laufend abgestimmt. Der nun vorliegende Endbericht steht auf der Tagesordnung der nächsten Gemeindevertretungssitzung kommenden Dienstag, 25. Mai. Ergänzend dazu wird am Freitag, 2. Juli, eine öffentliche Informationsveranstaltung stattfinden.

In den inzwischen vorliegenden Masterplänen sind unter anderem die Nutzung der Erdgeschoße, 20 Schlüsselgrundstücke sowie Kriterien für die Gestaltung festgehalten. Letztere umfassen beispielsweise maßvolle Verdichtung, Weiterentwicklung der vorplatzbildenden, gegliederten Straßenraumstruktur, Erhaltung von Sichtachsen von und zur Basilika, oder ortstypische Fassadengliederung, durchgängige Farbkonzepte sowie die Gestaltung der Dachlandschaft oder die räumliche Beziehung von Architektur und Grünraum. Jedes einzelne Gebäude an den Hauptstraßen im Ortszentrum wurde außerdem hinsichtlich Denkmalschutz, erhaltenswürdiger Baustruktur sowie Baumbestand betrachtet.

Vier Begegnungsräume
Sämtliche Maßnahmen werden sich in vier definierten Begegnungsräumen abspielen: Der Marktplatz und die Ringstraße Süd werden zu belebten Treffpunkten für Bildung, Kultur und Veranstaltungen sowie Anziehungspunkte für die gesamte Region. Der Liebfrauenberg soll als Wallfahrtsort zeitgemäß auf spirituelle Erlebnisse ausgerichtet sein. Die Bahnhofstraße wird zur begrünten Flanierallee, einer Begegnungszone mit einem vielfältigen Angebot für Einkauf und Gastronomie. Die Ringstraße hingegen soll als junge, aktive, geschäftige und pulsierende Begegnungszone gelten. Arbeiten und Wohnen wird kreativ neu gedacht.

Interessengruppen laufend eingebunden
Zu den Workshops eingeladen waren engagierte Bürger*innen, Vertreter*innen der Marktgemeinde aus Verwaltung und Politik sowie Eigentümer*innen und Meinungsbildner*innen aus der Bevölkerung, die in insgesamt über 6.000 Arbeitsstunden die Zukunft des Rankweiler Ortskerns neu gedacht haben. Eine unkomplizierte Methodik gewährleistete ein effizientes Vorgehen sowie konstruktive Diskussionen. Im Hintergrund zu den Workshops erarbeitete der Zürcher Bauprojektentwickler intosens gemeinsam mit dem Fachplanungsteam in drei Schritten Lösungsansätze, die in mehreren Workshops vorgestellt, selektiert und konkretisiert wurden. Parallel dazu fanden ein Experten- sowie ein Jugendworkshop statt. Dazu kamen die Einbindung des Gestaltungsbeirats sowie regelmäßige Treffen der Steuerungsgruppe, in welcher auch alle Rankweiler Fraktionen vertreten waren.

„Ich gehe davon aus, dass alle politischen Fraktionen die Maßnahmen in der Gemeindevertretung mittragen – so wie sie es bereits im Zuge des Prozesses getan haben. Denn nur so können wir die erarbeiteten Rahmenbedingungen bei in Kürze anstehenden, für die Ortskernentwicklung bedeutenden, Großprojekte umsetzen und einfordern“, so Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall. Die Ortskernentwicklung sei damit keineswegs abgeschlossen, vielmehr gehe es nun an die Umsetzung der bereits definierten Maßnahmen, erklärt sie.

Ausblick
Zusätzlich zu einem regelmäßigen Ortskerntag und einem öffentlichen Raum als Anlaufstelle für die Bevölkerung wird es voraussichtlich einen externen Ortskernmanager geben. „Wir werden zudem auch weiterhin eine laufende und transparente Kommunikation mit der Bevölkerung aufrecht halten. Sofern Corona uns keinen Strich durch die Rechnung macht, ist am 2. Juli eine öffentliche Veranstaltung geplant, bei welcher das Ergebnis der Ortskernentwicklung der Bevölkerung präsentiert wird“, erläutert die Bürgermeisterin.

Die Präsentation der vier Workshops, die zehn Top-Maßnahmen sowie Statements aus der Gemeindepolitik gibt es zum Nachlesen bzw. zum Nachhören unter www.rankweil.at/ortsentwicklung.