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Netzwerktreffen im Zeichen des Kindeswohls

Am Dienstag, 12. November, trafen sich die Netzwerkmitglieder der „familieplus-Gemeinde“ Rankweil im Vinomnasaal zum fachlichen Austausch im Rahmen des Landesprogramms „Vorarlberg lässt kein Kind zurück“.

Vizebürgermeister Andreas Prenn eröffnete den Abend und betonte, dass Gesundheit und Bildung sowie eine tragfähige Kinder- und Jugendhilfe stets Aufgabe aller Bildungs- und Sozialeinrichtungen sein müssen. „Ein funktionierendes Netzwerk in der Prävention kann bereits sehr früh viel zum Wohle der Kinder in Rankweil beitragen“, ist Prenn überzeugt. Zudem gab er einen kurzen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Familienbereich.

Zahlreiche Projekte in Arbeit
Anschließend sprach Natalie Wojtech, Leiterin Bürgerservice Rankweil, über Sozialberichterstattung aus einem Guss. Bianca Bitschnau, Teamleiterin Kinderbetreuung und Bildung, gab einen Einblick in das Projekt „Gesund aufwachsen“ des Kinder- und Familientreffs Bifang sowie die Elternzufriedenheitsbefragung. Andrea Latzer, Sozialpädagogin vom Kinder- und Familientreff Bifang, zeigte welche Familienangebote es in Rankweil gibt. Elke Moosbrugger, Koordinatorin für „Rankweil lässt kein Kind zurück“, stellte unter anderem das Projekt „Alleinerziehende“ der Fachhochschule Vorarlberg vor und sprach über Möglichkeiten zur Weiterbildung. „Es braucht eine laufende Abstimmung aller Netzwerkpartner, um vorhandene Kräfte zu bündeln und somit Chancengerechtigkeit für alle Kinder herzustellen“, meinte Moosbrugger. Höhepunkt des Abends war der Vortrag „Erschöpfte Eltern“ von Uta Meier-Gräwe, in welchem sie über die steigenden Herausforderungen im Alltag von Familien sprach. Die Diskussion im Anschluss moderierte Diplomsozialarbeiterin Christine Rinner. Den musikalischen Rahmen bildeten Stephan Ender & Lisi Cirignotta-Riedmann, die Kulinarik kam vom Rankweiler Hof.  

Vorarlberg lässt kein Kind zurück
Mehrere Pilotgemeinden in Vorarlberg – darunter auch Rankweil – arbeiten seit rund drei Jahren am Aufbau eines tragfähigen Netzwerks, um soziale, gesundheitliche oder psychologische Probleme in Familien über alle Altersstufen hinweg früh aufzuspüren und zu beheben. Das Ziel ist, die Maßnahmen in Regionen, Städten und Gemeinden so zu bündeln, dass eine lückenlose Unterstützung von der Schwangerschaft bis zum Eintritt ins Berufsleben entsteht. Am Aufbau der Präventionsketten beteiligt sind unter anderem Kleinkindbetreuungseinrichtungen, Kindergärten, Schulen, die Kinder- und Jugendhilfe sowie Institutionen wie connexia, ifs, aks, das Netzwerk Familie, okay.zusammen leben oder die SUPRO. Die Marktgemeinde Rankweil war eine der ersten „familieplus-Gemeinden“ Vorarlbergs und wurde in den vergangenen Jahren mehrfach für ihre Familienfreundlichkeit auf Bundes- und Landesebene ausgezeichnet.