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Hochwasserschutz Ratzbach fertiggestellt

Die Gemeinden des Wasserverbands Frutzkonkurrenz haben am Ratzbach den Hochwasserschutz und die ökologische Durchgängigkeit verbessert. Zum Abschluss der Arbeiten wurden mehrere heimische Bäume gepflanzt, welche als Symbol für das Bekenntnis zu Natur- und Umweltschutz stehen sollen.

Um den Hochwasserschutz am Ratzbach zu verbessern, wurde die L190 Brücke über den Ratzbach neu errichtet, ergänzt um eine natürliche Sohle mit Niederwasserrinne, geweitetem Bachbett und natürlicher Ufergestaltung. Strukturiert wurde der Ratzbach mit Totholz, Wurzelstöcken sowie Störsteine im Bachbett. Die Böschung wurde lediglich mit einem mageren Substrat abgedeckt, auf welchem sich standorttypische Pflanzen und Straucharten von selbst ansiedeln sollen. Beidseitiger Baumbestand ermöglicht eine Beschattung des Ratzbaches und somit eine Reduktion der Wassertemperatur in abflussarmen Monaten.

Naturverträgliche Umsetzung
„Die Maßnahmen zum Hochwasserschutz haben zu einer strukturellen Bereicherung des Bachbetts sowie zu einer Wiederherstellung wertvoller Lebensräume für im Wasser lebende Organismen geführt und die ökologische Funktionsfähigkeit des Gewässerabschnittes verbessert“, erklärt Markus Lorenzi, Verantwortlicher für Kanal- und Wasserwirtschaft in Rankweil. Zuvor ergab die monotone, naturferne Gestaltung des Ratzbaches eine erhebliche Störung des Lebensraums. Es fehlte an unterschiedlichen Wassertiefen und Fließgeschwindigkeit. Dazu kam die stark verbaute Umgebung – hauptsächlich durch die Industriezone und die Verkehrswege. Der Zustand des Projektgebietes wurde vom Vorarlberger Umweltinstitut gar als „gänzlich naturfern ausgewiesen“.

Zu geringer Durchfluss
Ausschlaggebend für die Verbesserung des Hochwasserschutzes am Ratzbach waren die Überflutungen im Jahr 2005, welche vor allem im angrenzenden Gewerbegebiet große Schäden verursacht haben. Die Behörde hatte daraufhin festgestellt, dass unter der Landesstraße L190 keine ausreichende Durchflusskapazität vorhanden ist. Ein Expertenteam hat daher mehrere Varianten des Hochwasserschutzes ausgearbeitet und geprüft, aus welchen als beste Lösung der Neubau der L190 Brücke hervorging. Die Baukosten für die Verbesserung des Hochwasserschutzes betragen rund 350.000 Euro, welche zu 40 Prozent vom Land Vorarlberg und zu rund 40 Prozent vom Bund finanziert wurden. Die verbleibenden knapp 20 Prozent hat der Wasserverband Frutzkonkurrenz übernommen, in welchem die Gemeinden Rankweil, Meiningen, Koblach, Weiler, Klaus, Sulz, Röthis und Zwischenwasser zusammengeschlossen sind. Die Instandhaltung des Ratzbachs erfolgt durch den Wasserverband Frutzkonkurrenz.

Kontakt

Karin Böhler
Gemeindemarketing
+43 5522 405 1104
karin.boehler@rankweil.at