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Waldbrandschutz als kollektive Aufgabe

Veröffentlichungsdatum09.06.2026Lesedauer2 MinutenKategorienMarktgemeinde - Neuigkeiten
Infotafel Waldbranschutz

Mit dem Beginn der Sommermonate zieht es viele Menschen wieder vermehrt hinaus in die Natur. Gleichzeitig steigt durch anhaltende Trockenheit die Waldbrandgefahr. Die Marktgemeinde Rankweil informiert über Risiken, Verhaltensregeln und verstärkt durch gezielte Kooperationen die Einsatzvorsorge. 

Bereits im Mai haben die Wetterbedingungen vielerorts zu ausgetrockneten Wald- und Wiesenflächen geführt. In Kombination mit hohen Temperaturen, Wind und ungünstigen Luftverhältnissen kann sich bereits ein kleiner Entstehungsbrand rasch ausbreiten. Auch die Waldbrände in Kärnten und in der Steiermark haben gezeigt, wie schnell sich Feuer über große Flächen entwickeln kann.

Die Situation hat sich zwischenzeitlich wieder etwas entspannt, doch die nächste Trockenphase ist erfahrungsgemäß nur eine Frage der Zeit. „Waldbrandgefahr ist nichts Punktuelles, sondern begleitet uns durch die gesamte warme Jahreszeit. Gerade in trockenen Phasen braucht es erhöhte Aufmerksamkeit“, sagt der Katastrophenschutzbeauftragte der Marktgemeinde Christian Schobel. 

Verantwortung beginnt beim Verhalten

Die Gemeinde ersucht die Bevölkerung daher um besondere Vorsicht in Waldgebieten und auf trockenen Wiesenflächen. Häufige Brandursachen sind achtlos weggeworfene Zigaretten, unzureichend gelöschte Grillfeuer oder zurückgelassene Glasflaschen. Um die wichtigsten Verhaltensregeln sichtbar zu machen, wurden in Rankweil Informationstafeln an kritischen Punkten angebracht. Sie erinnern daran, offenen Umgang mit Feuer zu vermeiden und potenzielle Gefahrenquellen zu beseitigen. „Ein Großteil der Brände lässt sich durch umsichtiges Verhalten verhindern“, betont Christian Schobel. „Jede einzelne Entscheidung im Alltag kann dazu beitragen, unsere Wälder zu schützen.“

Ausrüstung für den Ernstfall erweitert

Parallel zur Bewusstseinsbildung wurde auch die Einsatzvorsorge verstärkt. In einem gemeinsamen Projekt von Agrargemeinschaft, Feuerwehr und Gemeinde wurden neue Geräte angeschafft: darunter ein Anhänger mit Löschanlage, eine mobile Löschtechnik für das Schmalspurfahrzeug des Bauhofs sowie zusätzliche Waldbrandgeräte und eine spezielle Pumpe für die Feuerwehr.

Diese Investitionen verbessern die Möglichkeiten der Erstbekämpfung – insbesondere in schwer zugänglichem Gelände. „Bei Waldbränden zählt jede Minute. Je schneller reagiert werden kann, desto größer ist die Chance, eine Ausbreitung zu verhindern“, so Christian Schobel.

Gemeinsame Aufgabe

Der Ausbau der Vorsorge in Rankweil zeigt, wie entscheidend die enge Zusammenarbeit aller Akteuren im Katastrophenschutz ist. Ebenso wichtig bleibt das Verhalten der Bevölkerung: Wer die geltenden Regeln beachtet und aufmerksam unterwegs ist, trägt wesentlich dazu bei, Waldbrände zu vermeiden – besonders in trockenen und heißen Phasen.

Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall betont: „Der Schutz unserer Wälder gelingt nur im Zusammenspiel aller Beteiligten. Neben einer gut vorbereiteten Einsatzorganisation ist es vor allem das verantwortungsvolle Verhalten der Bevölkerung, das im Ernstfall den Unterschied macht.“

Aktuelle Information 

Am kommenden Samstag,  13. Juni 2026, zwischen 8:20 und 14:00 Uhr findet die Waldbrandübung der Feuerwehr im Bereich „Lorex“ an der Gemeindegrenze zu Übersaxen statt.  Teilnehmen werden insgesamt fünf Feuerwehren sowie die Agrargemeinschaft und der Bauhof Rankweil. Auch der Hubschrauber des Innenministerium (Polizeihubschrauber) wird involviert sein.