Freiraum, der verbindet

Die Häusle-Villa und ihre Umgebung

Mit dem Park bei der Häusle-Villa ist Rankweil um einen besonderen Ort reicher: Zwischen den alten Bäumen ist ein urbaner, naturnaher Freiraum entstanden, der die Menschen verbindet – durch Bewegung, Begegnung und Kultur. Was wie ein entspannter Ort zum Verweilen wirkt, erzählt bei genauerem Hinsehen auch von etwas anderem: davon, wie ein Ort gestaltet sein kann, wenn man versteht, was das Leben in einer Gemeinde wirklich ausmacht.

Es ist warm an diesem Mittwochnachmittag in Rankweil, die Sonne taucht den Park in sanftes Licht. Unter dem imposanten Mammutbaum schlummert ein Kleinkind im Kinderwagen – unbeeindruckt vom aufgeregten Spiel der Größeren, die kreischend um die Wasserfontäne des Springbrunnens hüpfen. Ein paar Schritte weiter genießen zwei Mütter die Brise auf der schattigen Parkbank. Sie plaudern, lachen – die Kinder immer im Blick. Dort, wo vor Kurzem noch ungenutzte Flächen lagen, hat sich etwas verändert. Nicht laut, nicht spektakulär – aber spürbar. Der Park zeigt, wie durchdachte Gestaltung unterschiedliche Bedürfnisse zusammenbringen kann. Erholung, Natur, Spiel und Austausch – alles darf nebeneinander existieren.

Die Planung des neuen Parks stammt vom Landschaftsarchitekturbüro Peter Vogt. Umgesetzt wurde das Konzept in enger Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Rankweil. „Das Konzept hat uns überzeugt, da wir mit der Neugestaltung des Parks einen Ort schaffen wollten, der unterschiedlichste Anforderung erfüllt und vor allem der Gemeinschaft und der Aufenthaltsqualität in Rankweil guttut“, sagt Marcella Zauner, vom Fachbereich Raumplanung & Ortsentwicklung.

Wasser, das mehr kann als kühlen

Zentrum des Parks bildet ein ebenerdiger Springbrunnen – scheinbar simpel, in Wahrheit multifunktional gedacht. Das Frischwasser, das hier aus dem Boden tanzt, bringt nicht nur Kinder zum Juchzen. Es unterstützt, ebenso wie die umliegenden alten und neu gepflanzten Bäume, das Mikroklima vor Ort und sorgt damit auch an heißen Tagen für eine angenehme Aufenthaltsqualität. Was verdunstet, verdunstet – der Rest wird in einer unterirdischen Zisterne gesammelt und später zum Tränken der zahlreichen naturnah gestalteten Grüninseln verwendet. Auch der Bodenbelag wurde mit Bedacht gewählt: Der helle Kies auf der großzügigen Fläche rund um den Brunnen lässt Regenwasser versickern – und bietet obendrein inzwischen auch dem Pétanque-Verein eine willkommene Spielfläche.

Kultur, die in den Park hinauswächst

Den Vorplatz der ehemaligen Stickerei zieren aktuell zwei Skulpturen. Sie lassen erahnen, welchem Zweck das historische Gebäude heute dient: Hier finden Ausstellungen, Lesungen, kleine, aber feine Konzerte statt – als Ergänzung zu den etablierten Großveranstaltungen auf dem angrenzenden Marktplatz. Und wenn es das Wetter zulässt, öffnet sich die Stickerei nach außen. Dann wird der Park zur Bühne: für Kleinkunst unter freiem Himmel, für besondere Momente in einer fast schon filmreifen Kulisse. Bewegung mit Weitblick Im seitlichen Teil des Parks befindet sich der ruhigste Teil. Hier steht das Sigmund-Nachbauer-Denkmal – kein stummes Monument, sondern ein Teil eines Platzes, der zum Innehalten einlädt. Doch lange bleibt es hier nicht still: Denn jeden Mittwoch um 17:30 Uhr versammeln sich bewegungsfreudige Rankweiler:innen auf der Wiese – zum gemeinsamen „Bewegt im Park“.

Bis dahin bleibt noch Zeit – für ein paar Schritte im Schatten, für ein Gespräch, das nur draußen stattfindet. Oder für das leise Gefühl, dass dieser Ort vielleicht mehr ist als ein Park – sondern ein Stück gelebte Verbundenheit, achtsam gestaltet. Der Park ist dabei nur einer von vielen Orten in Rankweil, die zeigen, wie öffentlicher Raum zum lebendigen Teil des Miteinanders werden kann.

Ein Beitrag der Gemeindemarketing Rankweil GmbH

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