© Marktgemeinde Rankweil - Bernd Oswald
Ein Kind auf dem Weg zur Schule, eine ältere Person beim Überqueren der Straße, ein Radfahrer auf dem Weg zur Arbeit: Für sie alle können wenige km/h im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen. Mit der Einführung von Tempo 30 im Ortsgebiet setzt Rankweil einen weiteren Schritt für mehr Verkehrssicherheit und ein rücksichtsvolles Miteinander.
Ab Ende Oktober 2026 gilt in weiten Teilen des Rankweiler Ortsgebiets Tempo 30. Die Maßnahme ist ein zentraler Baustein des Straßen- und Wegekonzepts der Marktgemeinde und verfolgt ein klares Ziel: die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen. Von der neuen Geschwindigkeitsregelung profitieren alle – ganz besonders aber jene, die im Straßenverkehr den größten Schutz brauchen: Kinder, ältere Menschen und generell alle, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.
Im Sinne der Lebensqualität
Geringere Geschwindigkeiten verkürzen den Anhalteweg, reduzieren das Unfallrisiko und tragen dazu bei, dass mögliche Kollisionen weniger schwerwiegende Folgen haben. Gleichzeitig sinkt die Lärmbelastung, was die Lebensqualität im Ortsgebiet verbessert. „Viele Menschen sprechen uns schon lange auf das Thema an, weil ihnen die Sicherheit der Kinder in ihrer Nachbarschaft ein Anliegen ist. Tempo 30 schafft mehr Rücksicht und macht den Straßenraum für alle verständlicher und sicherer“, sagt Vizebürgermeister und Vorsitzender des Infrastrukturausschusses Johannes Herburger.
Ergebnis eines gemeinsamen Prozesses
Die Einführung von Tempo 30 ist Teil des Straßen- und Wegekonzepts der Marktgemeinde Rankweil. Dieses wurde über rund zwei Jahre hinweg gemeinsam mit der Bevölkerung in mehreren öffentlichen Workshops erarbeitet und 2022 von der Gemeindevertretung beschlossen. Die Umsetzung erfolgt seither schrittweise. Nach ersten Maßnahmen in Brederis und weiteren Anpassungen im Ortsgebiet folgt nun mit der flächendeckenden Einführung von Tempo 30 der nächste wichtige Schritt.
Die neue Regelung gilt künftig auf den meisten Straßen im Ortsgebiet. Ausgenommen bleiben wichtige Haupt- und Sammelstraßen wie die Stiegstraße, die Bifangstraße oder die Merowingerstraße. Dort bleibt das bisherige Tempolimit bestehen.
Sicher unterwegs im Ort
Bis zur offiziellen Verordnung Ende Oktober werden die neuen Regelungen beschildert und durch Informationsmaßnahmen begleitet. Ziel ist ein Straßenraum, in dem sich alle Menschen sicher bewegen können, unabhängig davon, ob sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto unterwegs sind. Mit Tempo 30 setzt Rankweil nicht nur eine verkehrspolitische Maßnahme um, sondern stärkt auch die Lebensqualität im Ort und stärkt weiterhin den Status als familienfreundliche Gemeinde. Denn Straßen sind Teil des Lebensraums vieler Menschen. Sie sind Schulwege, Begegnungsorte und wichtige Verbindungen im Alltag.