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Schüler pflegen Soldatengräber

Der hintere Teil des Friedhofs Rankweil-Valduna ist den 43 russischen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkriegs gewidmet. Grabsteine mit einfachen Namenstafeln erinnern daran, dass hier Kriegsgefangene der russischen Armee beerdigt sind, welche während ihrer Gefangenschaft verstorben sind.

Um die Namen und Lebensdaten der Verstorbenen zu bewahren, hat die Marktgemeinde Rankweil in Zusammenarbeit mit der Mittelschule Rankweil Ost ein ganz besonderes Projekt ins Leben gerufen: Schülerinnen und Schüler der 3b-Klasse haben gemeinsam die Inschriften auf den Grabsteinen dieses einzigen „sowjet-russischen“ Soldatenfriedhofes in Vorarlberg erneuert.

Angeleitet durch Schriftenmaler Josef Nachbaur wurden sämtliche Grabsteine mit Bürsten und Besen gereinigt, um anschließend die kyrillischen Inschriften mit Pinseln und schwarzer Acrylfarbe zu erneuern. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler vom Geschichtsexperten Albert Summer und der Pädagogin Beate Streit sowie dem Pädagogen Robert Glabutschnig, beide von der Mittelschule Rankweil Ost.

Dieser Teil der Rankweiler Geschichte wird außerdem am Samstag, 4. November 2017, im Rahmen der Carl-Lampert-Woche thematisiert. Um 14.30 Uhr findet eine Pilgerwanderung von der Landesgedächtniskapelle bei der Basilika Rankweil zum Friedhof Rankweil-Valduna statt. Um 16.00 Uhr beginnt die Gedenkfeier am Soldatenfriedhof Rankweil-Valduna. Mehr zum gesamten Programm erfahren Sie unter www.carl-lampert.at.

Die Reflexion und Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit bewahrt uns davor, zu vergessen, dass Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit auch bei uns Teil des Alltags waren.

Ing. Martin Summer
Bürgermeister