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Historische Funde aus der Eisenzeit

Liebe Leserin, lieber Leser, anlässlich der Errichtung einer Kleinwohnanlage eines privaten Bauträgers in der Montfortstraße, gab das Bundesdenkmalamt archäologische Ausgrabungen in Auftrag.

Schon lange wurde an dieser Stelle die römische Straße „Via Barbaresca“ vermutet, da eine Urkunde aus dem 9. Jahrhundert die Montfortstraße als „Straße der Barbaren“ bezeichnete.

Was das Forschungsteam in den letzten Wochen auf dem 800 mgroßen Grundstück entdeckte, gleicht einem Sensationsfund. Sie fanden zwar keine Reste der „Via Barbaresca“, ihre Grabungen brachten aber weitaus ältere Fundstücke hervor: mehrphasige Siedlungsreste aus der Eisenzeit. Die gesamte Grabungsstätte ist der erste Nachweis von eisenzeitlichen Siedlungen im Talboden in ganz Vorarlberg.

Am Dienstag, dem 20. September, präsentierte die Archäologin Maria Bader und Klaus Baldauf von Nägele Wohnbau gemeinsam mit der Marktgemeinde Rankweil und dem Bundesdenkmalamt die wertvollen Fundstücke. Interessierte konnten die Ausgrabungsstätte und Funde wie Reste eines stehenden Webstuhls, Keramikreste und Schmuckelemente vor Ort besichtigen. Besonders das einzigartige mit Lehm verputzte Kellergeschoss sorgte für Begeisterung. Das Kellergeschoss fiel allerdings schon in der Eisenzeit einem Brand zum Opfer. Eine Erhaltung der Siedlungsreste – wie bei den gemauerten Römerfunden – ist nicht möglich ist, da bereits bei den Ausgrabungen einige Elemente zerstört wurden und wenige Wochen nach Freilegung wieder zusammenfielen.

Diese Ausgrabungen haben wieder einmal eine neue Facette von Rankweils Geschichte und Identität ans Tageslicht gebracht. Unseren besonderen Dank gilt Nägele Wohnbau, der die Fundstücke für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat.


Ing. Martin Summer, Bürgermeister